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Zeitungsartikel PNP vom 15.06.09

 

 

 

Fußballerinnen rennen um ihr Geld


Oberkümmeringer Mädels erlaufen bei Spendenmarathon 5000 Euro für die eigene Vereinskasse

 

 

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Startschuss zum Spendenmarathon: Die Fußballmädels der DJK Oberkümmering gingen es locker an. Am Ende floss der Schweiß aber literweise. (Foto:Schwarz)

 

 

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http://www.pnp.de/img/global/no.gif Abkühlung war willkommen: durch den Feuerwehrschlauch...
http://www.pnp.de/img/global/no.gif

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...oder durch die tatkräftige Unterstützung des Publikums.

 

 

 

 

Von Eva Schwarz


Oberkümmering.

Es war hart verdientes Geld. Die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel. Aber die Läuferinnen wussten: Je länger sie durchhalten, desto mehr Geld fließt in die Vereinskasse. 29 Fußballerinnen der DJK Oberkümmering waren beim 1. Oberkümmeringer Spendenmarathon am Start und sie rannten und rannten. 5000 Euro kamen am Ende zusammen.


„Wir waren im Vorfeld skeptisch, ob eine Veranstaltung dieser Art Erfolg haben könnte“, sagte Trainerin Steffi Schwarz zur Begrüßung. „Aber die tolle Summe zeigt, dass man gemeinsam Großes bewegen kann.“ Alle aktiven Spielerinnen liefen eine festgelegte Runde. Die C-Juniorinnen 400 Meter, die B-Juniorinnen, die Damen und die Ü-30-Mannschaft 800 Meter. Im Vorfeld wurden Sponsoren gesucht, die pro Runde einen selbst gewählten Betrag spenden. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Wir tun was für unser Geld.“
Und geschenkt wurde den Mädels kein Cent: Der Schweiß floss literweise, Zuschauer bespritzen die Läuferinnen mit Wasser, an allen Ecken wurden Getränke gereicht. Start und Ziel jeder Runde war das Feuerwehrhaus der FFW Raßberg. Und die Feuerwehrler hielten eine besonderer Erfrischung für die Mädels bereit: Ein Feuerwehrschlauch wurde ausgerollt und so konnten die Teilnehmerinnen jede Runde durch eine Sprenkelanlage rennen.
„Wir haben zwei Euro pro Runde auf unsere Tochter gesetzt“, sagt Helmut Eichinger. „Mehr nicht, weil ich weiß, dass unsere Tochter mindestens 11 Runden schafft“, sagt er. Schließlich besucht Julia Eichinger das Sportgymnasium in Berchtesgaden und ist im Landeskader des Bayerischen Skiverbandes. Und der Papa hatte recht. Julia Eichinger schaffte stolze 22 Runden. Genauso lange hielten Julia Waldbauer, Christiane Harant und Magdalena Stemplinger durch.


Auch Hauzenbergs Bürgermeister Josef Federhofer war vor Ort und einer der insgesamt 105 Sponsoren. Federhofer setzte auf Steffi Meisinger einen Fixbetrag von 50 Euro. Eine schlaue Idee, wie sich später herausstellte. Hätte er pro Runde bezahlt, hätte er tief in die Tasche greifen müssen. Denn Steffi Meisinger war die beste der C-Juniorinnen und lief ganze 18 Runden. Die schnellste Dame war Carina Süß, die 21 Runden schaffte. Die Beste im ganzen Feld startete für die Ü-30 Mannschaft. Ramona Öller hielt stolze 24 Runden durch.
Die Frauen- und Mädchenabteilung will durch diese Veranstaltung den eigenen Förderverein unterstützen: den Spielbetrieb finanzieren, die Jugendabteilung ausbauen, Trainingsbedingungen verbessern. Außerdem haben die Fußballerinnen einen großen Traum: In naher Zukunft wollen sie einen eigenen Fußballplatz bauen. Im Moment spielen sie auf den Plätzen der DJK Oberdiendorf.


Zu Beginn des Spendenmarathons feierten die Damen gemeinsam mit Pater Deiva einen Gottesdienst. Danach ging es zum Feuerwehrhaus Raßberg. Franz Bloier, E.ON-Regionalleiter Ostbayern, übergab den B-Juniorinnen einen Satz mit neuen Trikots. Für das leibliche Wohl sorgten Mitglieder des Fördervereins und Eltern der Spielerinnen. Eine Stärkung benötigten nach dem Lauf auch die Teilnehmerinnen. Die Trainerin der B-Juniorinnen sagte zur Leistung ihrer Mädels: „Wenn sie bloß immer so viel laufen würden...“